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Deutschland - Ein Wintermärchen

Was für ein Winter - der hat mal seinen Namen verdient. Bei Minus 11 Grad zum Sender zu fahren hat schon was besonderes - und den Tag darauf kann man von "auf Minus 5 Grad" kletternden Temperaturen berichten. Toll.

Weniger toll ist, wie mein Fahrrad auf das Wetter reagiert. Bremsen eingefroren, Gangschaltung eingefroren, Licht geht nicht mehr. Aber das Schloss lässt sich problemlos öffnen, das ist ja auch was.

Man sollte übrigens meinen, dass der Prinzipalmarkt besonders rutschig sei - wegen des Kopfsteinpflasters. Das war bis heute Mittag eigentlich gar nicht der Fall. Dann hab ich mich und mein Rad etwas zerlegt. Zeit, darüber nachzudenken, ob der Prinzipalmarkt doch so glatt ist, wie ich gedacht habe.

Positiv daran: MZ-Kamera unversehrt; Akrobatik-Kunst geboten, für die ich von den Zuschauern eigentlich hätte Geld bekommen müssen (wäre ich nicht mit den Füßen auch noch auf dem Prinzipalmarkt ausgerutscht, wäre ich sogar auf ihnen gelandet); Licht geht nach dem Sturz wieder, Gangschaltung geht auch wieder etwas besser als vorher.
Kurz: So ein Sturz kann heilsam sein.

Heilsames hätte ich aber eher ca. 6 Stunden später gebrauchen können, nach der Senatorenschule. Betrunkene Erwachsene spielen Schulkinder und dürfen sich danach Senatoren bei irgendeiner Karnevalsgesellschaft nennen. Respekt, meine Herren, Respekt die Dame.
Ich ziehe meine Narrenkappe vor so viel schlechten Witzen.

3 1/2 Stunden "Show", ca. 20 Euro Bezahlung. Ein äußerst mieser Stundenlohn, denn der Artikel schreibt sich ja auch nicht von selbst.



Etwas Entschädigung find ich aber darin, dass ich mir eine gute Kamera leihen konnte - um damit schöne Fotos vom abendlichen und sehr zugefrorenen Aasee machen zu können.

Dennoch musste erstmal etwas Weinkonsum her. Nach getaner Arbeit. Nüchternheit war schon während der Arbeitszeit ein viel zu vertrauter Freund.
10.1.09 01:58


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Gefunden bei SPAM...

Papst Benedikt Nr. 16 wettert in seiner Weihnachtsansprache gegen die "Homo-Ehe".

Hat der Papst Recht?

* JA
* NEIN
* Ein Kerl, der so viel Geld hat, ein riesiges Haus, in dem er regelmäßig schrille Partys veranstaltet, der einen tiefergelegten Mercedes mit Sonderaufbau fährt, und trotzdem keine Frau hat - der sollte sich zu diesem Thema ganz, gaaanz vorsichtig äußern!

---

Manchmal sind sie ja ganz lustig - enE hin oder her.
28.12.08 11:09


Zum Radikalismus gezwungen

Was war das für ein Medienecho, als die Studenten der Uni Münster es vor rund 2 Jahren geschafft hatten, die Senatssitzungen über die Einführung der Studiengebühren so oft zu sprengen, dass der Senat schließlich unter enormen Sicherheitsvorkehrungen in Handorf tagen musste.

Das war Aufmerksamkeit, da kam das Thema in die Öffentlichkeit - zumindest ein wenig und nicht nur in den Lokalblättern sondern auch Bundesweit.
Die Studenten kämpften gegen die Gebühren, für freie Bildung - und die Menschen konnten es erfahren.

Jetzt tagte der Senat wieder. Erneut ging es um Studiengebühren. Wieder protestierten die Studenten. 1500 bis 2000 Demonstranten standen vor dem Schloss. Schrien, pfiffen, machten Lärm. Wollten die Nation wachrütteln.
Doch die Senatssitzung konnte nicht gestürmt werden. Gestört ja, doch den Sturm verhinderten drei Hundertschaften. Was für ein Aufgebot. Das Schloss war eine Festung. Selbst wenn die drei Hundertschaften hätten überwunden werden können - an den geschlossenen Feuerschutztüren wäre Schluss gewesen.

Doch das nur am Rande.
1500 bis 2000 Studenten protestieren. Die Studiengebühren werden festgeschrieben, unbefristet. Doch keinen interessiert es. Warum nicht? Weil der Protest friedlich war. Weil die Polizisten besonnen reagiert haben, als kurz zum Sturm aufs Schloss geblasen wurde. Weil niemand verletzt, nur wenige Studenten kurzfristig festgenommen wurden.

Wen interessieren 2000 Studenten, die friedlich protestieren?
Gib mir 20, die das Schloss stürmen.

Das ist eine Nachricht.
19.12.08 13:33


Rüttgers: Klimaschutz darf Industrie nicht schaden

Richtig so. Wo kämen wir denn hin wenn die Ökos was zu sagen hätten? Klimawandel ist eh nur ein Gruselmärchen dass die Alt-Hippies der energieintensiven Industrie am wärmenden (fast CO2-neutralen) Lagerfeuer vorlesen. Mit der solarbetriebenen Taschenlampe im Gesicht. Wuah.

Gilt übrigens auch für das Ende des Erdöls. Alles böse Lügenmärchen. Es gibt noch Reserven für mindestens 100 Jahre. Mindestens! Bestimmt.

Und die Rente ist sicher.
12.12.08 11:02


Betreff: Schadensersatzklage an die Bahn

Sehr geehrter Herr Mehdorn,

bisher habe ich die Verspätungen verschiedener Züge als unbeabsichtigt hingenommen. Mittlerweile gehe ich jedoch davon aus, dass Sie und ihr Unternehmen wenigstens grob fahrlässig, wenn nicht sogar mit Vorsatz handeln.

Daher muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich nicht umher komme, die Bahn auf Schadenersatz in Höhe von 17 Tagen, 2 Stunden, 39 Minuten und 12 Sekunden, sowie 320 Euro zu verklagen.

Die o.g. Zeit setzt sich aus folgenden Punkten zusammen:
1.) Die Zeit, die ich auf verspätete ankommende Züge warten musste
2.) Die Zeit, die mir durch verpasste Anschlusszüge aufgrund von Verspätungen geraubt wurde
3.) Die Zeit, die ich auf Bahnhöfen verbracht habe, weil ein Zug ausgefallen ist
4.) Die Zeit, die ich mich durch Ihr herausragend schlechtes Fahrplansystem auf der Homepage ihres Unternehmens geklickt habe
5.) Die Zeit, die ich mit Ihren Fahrkartenautomaten kämpfen musste

Folgerichtig erhebe ich darauf Anspruch, dass sie mir die o.g. Zeit auf meinem Lebenskonto gutschreiben, damit ich auf meinem Sterbebett nicht daran denken muss, dass mir neben dem Schlafen, Essen und Trinken die Bahn die meiste Zeit gekostet hat. Das ist auch in Ihrem Interesse und wäre gutes Marketing.

Die Geldsumme ist eine Rückerstattung meiner monetären Transaktionen an Bäckereien, Dönerbuden und Fast-Food-Restaurants, die ich nur aufgrund von Verspätungen, Zugausfällen und verpassten Anschlussügen getätigt habe und kann auf mein Privatkonto überwiesen werden.

Ich danke für Ihr Verständnis,

ein Kunde.
30.11.08 21:49


Die lange - sehr lange - Wahlnacht...

19 Uhr, Sendebeginn. Lang wirds gehn, das ist uns schon klar. Also machen wir es uns gemütlich, in unserem Lieblingsstudio am Aasee. Zwei Tische rein, Laptop drauf, Spiel des Lebens aufgebaut, Tee und Bier hingestellt. Toll.

So eine Wahlnacht ist schon spannend. Vor allem wenn nichts passiert - und das ist ja erstmal ziemlich lange der Fall. Rund 12.000 Stimmen wollen ausgezählt werden (wow, ne Wahlbeteiligung von über 30 Prozent, damit haben wir glaub ich Europawahlen überholt).

Wir halten nicht ganz so tolle Kollegengespräche, spielen das Spiel des Lebens, freuen uns darüber, dass ich Journalist geworden bin (Monatseinkommen 20.000 DM - schöne Zeiten damals, als das Spiel erschienen ist) und darüber dass wir es geschafft haben, zu heiraten.

Wir moderieren und unterhalten die Wahlparty - wo ordentlich gesoffen wird. Irgendwie hör ich bei jeder Schalte Flaschen umfallen und bescheuerte Listenvertreter herumgrölen. Unsere politische Vertretung erträgt sich nur im Suff, wir hätten es ahnen können. Irgendwann wirds Zeit für Pizza.

Das Studio stinkt. Glühwein, Bier, Enge, Pizza, Knoblauch, Mief. Egal, weiter gehts. Für den Rekord im Dauermoderieren.

Irgendwann trudeln dann die ersten Ergebnisse ein. Kurz vor 1 ist es. Drei Urnen sind ausgezählt. Fehlen nur noch 32...
Wären wir nicht eh auf eine lange Nacht gefasst gewesen, hätten wir uns nun für sie bereit gemacht.

Die Listenvertreter sind betrunken und geben in diesem Zustand Interviews. Wie gerne würde ich mal nach einer Bundestagswahl nicht nur einen angeheiterten und euphorischen Schröder hören, sondern auch eine Merkel die total hackenstramm ihre Niederlage schön redet oder einen Gysi der über Westerwelles Make Up lästert - oh noch besser, Westerwelle, der sich an Lafontaine ran macht!
Wer weiss, vielleicht 2009.

Halb7, die letzten Urnen sind ausgezählt. Wow, 11 1/2 Stunden moderiert. Krass. Eigentlich müssten wir die Ergebnisse noch besprechen, die sind nämlich verdammt interessant. Aber langsam reichts auch. Die Müdigkeit setzt ein und Düsseldorf ruft schon jetzt so laut, dass ich eigentlich keinen Wecker brauche.

7 Uhr, ich bin zuhause, falle in mein Bett - und stelle dann doch den Wecker auf 11:15. Gebraucht hätte ich ihn nicht.
30.11.08 21:23


blog.

Warum schreibt eigentlich niemand mehr Tagebuch? Warum wird stattdessen gebloggt? Was hab ich denn davon, wenn alle Welt irgendwelche verklausulierten Tagebucheinträge hier lesen kann?

Naja so ein blog richtet sich ja meist nicht an alle Welt, auch da gibts ja eine Zielgruppe. Bei manchen ist die Menge der Zielgruppe = 0, manchmal genau 1... oder irgendwas zwischen 4952 und 6 Mrd. Das weiss meist nur der Blogger selbst - wenn überhaupt.

Warum bloggen? Weils einfacher ist als Tagebuch schreiben. Tagebuch... wie old-school... irgendwie spießig. Oder? Nene, coole Leute bloggen. Deswegen hab ich ja auch noch ein Tagebuch zuhause. Weil ich auch ein wenig spießig bin. Scheinbar aber auch ein wenig cool. Yeah. Yes we can.

Warum ich jetzt übers bloggen schreibe weiss ich nicht, vielleicht weil ich einfach mal wieder was bloggen wollte.

Dabei gäbs doch so viele Sachen festzuhalten. Für die Ewigkeit. Oder zumindest bis myblog.de pleite geht.
Historiker der Zukunft, ihr tut mir Leid. Ich glaube ich werd mal vorschlagen das Internet auf ein paar DVDs zu sichern, damit ihr euch den ganzen Mist mal ansehen könnt, wenns die meisten Websites (außer der von google) nicht mehr gibt.
Wobei DVDs ja auch nicht lange halten. Also besser direkt Magnetbänder.

Das Internet auf Magnetbändern - das ist die Zukunft! Also für die Zukunft. Damit die Vergangenheit nicht vergessen wird. Wäre doch schade drum. Um die ganzen social networks. Um shortnews.de. Und nicht zuletzt - moment, doch zuletzt - um die ganzen Pornoseiten.

Die Halbwertszeit von Papier ist höher als die einer durchschnittlichen Website.
26.11.08 12:58


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